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Adenauerplatz
Moleturm

Sophia Pompéry und Tobias Roth

Ein Text entsteht auf Papier, doch ist er auch an Papier gebunden? Der Münchner Autor Tobias Roth verfasst eigens für Friedrichshafen ein Gedicht, das Sophia Pompéry mit Kreide in den öffentlichen Raum trägt. Still fügen sich geschwungene Linien auf der Suche nach alltäglicher Sinnlichkeit zu einem Stadtgedicht, das sich vom Adenauerplatz über die Promenade bis hin zum Moleturm schlängelt und zum Lesen im Spazieren einlädt. Sophia Pompéry eröffnet so neue Perspektiven auf Schreiben und Geschriebenes, fordert Konzentration aufs Detail und verwebt das Leseerlebnis fest mit dem Gegenstand – bis die Kreide verblasst.

Sophia Pompéry, *1984 in Berlin, lebt und arbeitet in Berlin und Istanbul. Von 2002 bis 2009 studierte sie Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weissensee. Im Anschluss wurde sie Teilnehmerin am „Institut für Raumexperimente“ bei Olafur Eliasson an der Universität der Künste in Berlin. Ihre Werke wurden in verschiedenen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt, etwa bei Solo-Ausstellungen im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden oder der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden.

2013 wurde Sophia Pompéry mit dem Jaqueline Diffring Preis zur Förderung der bildenden Künste ausgezeichnet.

Tobias Roth, *1985 in München, lebt und arbeitet in München. Er studierte Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und Europäische Literaturen an der Humboldt-Universität zu Berlin. Mit einer Studie zur Lyrik und Philosophie der italienischen Renaissance wurde er dort promoviert. Er ist Mitbegründer des Verlags „Das Kulturelle Gedächtnis“ und arbeitet heute als freier Autor, Lyriker und Übersetzer. Für seine Lyrik erhielt Tobias Roth den Wolfgang-Weyrauch Förderpreis.