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Dan Perjovschi

Perjovschis Zeichnungen bestehen meist nur aus wenigen Strichen, sind essentialistisch und doch klar in ihrer Aussage. Mit Witz und oftmals beißender Ironie reflektieren sie das aktuelle Zeitgeschehen. So stattet er häufig aktivistische und karitative Projekte mit entsprechenden Zeichnungen aus und schafft es dabei mit einer außergewöhnlichen Leichtigkeit und minimalen Mitteln die Paradoxien der gegenwärtigen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Situation einzufangen. Seine Arbeit konzentriert sich vorrangig auf Wandmalereien, die er selbst als „Indoor Graffitis“ bezeichnet. Perjovschi versteht sich außerdem nicht nur als Künstler, sondern auch als Journalist. Zeitschriften und Zeitungen stellen dabei ein beliebtes Medium dar und bieten seinen Zeichnungen einen Rahmen als Resonanzfläche der Medienberichterstattung zu agieren. Aus den aktuellen Serien Perjovschis „Time of the Virus“ und „Utopia“ sollen ausgewählte Zeichnungen auf die Außenwand des Zeppelin Museums projiziert werden.

Dan Perjovschi, *1961 in Sibiu, Rumänien, lebt und arbeitet in Bukarest. Er studierte Malerei am George Enescu Conservatoire of Fine Arts in Iasi und erlangte dort 1985 seinen Master of Fine Arts. Mit seinem Auftritt im Rumänischen Pavillon der Biennale in Venedig 1999 erreichte er internationale Aufmerksamkeit und wurde 2016 mit dem „Rosa Schapire Kunstpreis“ der Hamburger Kunsthalle ausgezeichnet. Seit 1990 zeichnet er wöchentlich für die rumänische Presse, arbeitet außerdem regelmäßig mit dem Kunstmagazin „art“ zusammen und gibt unter dem „Dan Perjovschi Newsletter“ selbst regelmäßig eine Publikation heraus.